Online Business Aufbau
Jetzt beginnt die entscheidende Transformation: Wir wechseln vom Architekten zum Baumeister. Diese Phase ist geprägt vom Machen, vom Umsetzen, vom Erschaffen. Hier wird aus Theorie handfeste Praxis. Es geht darum, dass am Ende eine funktionierende Website online ist, dein erstes Angebot gekauft werden kann und du bereit für die Welt bist.
Für wen eignet sich dieser Guide (und für wen nicht)?
Dieser Guide ist der dritte Schritt auf dem Weg um ein ein Online Business zu starten. Wir nehmen deinen Blueprint und erwecken dein Online-Business Schritt für Schritt zum Leben – von der leeren Domain bis zur ersten positiven Kundenrezension.
Hier bist du goldrichtig, wenn:
- Du deinen Online Businessplan aus Phase 2 kennst und bereit bist, dich konzentriert und schrittweise durch die Umsetzung zu arbeiten. Du willst nicht nur wissen, was zu tun ist, sondern auch wie und warum.
Du solltest später wiederkommen, wenn:
- Begriffe wie „Marken-Archetyp“, „Wertversprechen“ oder „Finanzplan“ für dich noch unklar sind. Ein solides Fundament ist keine Option, es ist eine Notwendigkeit.
- Für wen eignet sich dieser Guide (und für wen nicht)?
- Online Business Aufbau – Die Keyfacts im Überblick
- Schritt 1: Wie legst Du den Grundstein für einen organisierten und stressfreien Aufbau?
- Schritt 2: Wie erschaffst Du ein visuelles Fundament, das Vertrauen und Wiedererkennung schafft?
- Brand Guidelines Vorlage zum Downloaden
- Schritt 3: Wie schaffst Du die unverzichtbare digitale Infrastruktur?
- Schritt 4: Wie richtest Du Deine Website mit Struktur und überzeugenden Inhalten ein?
- Schritt 5: Wie baust Du von Anfang an professionelle Kundenbeziehungen auf (CRM-Setup)?
- Schritt 6: Wie bereitest Du die Eröffnung generalstabsmäßig vor (Pre-Launch)?
- Schritt 7: Wie öffnest Du die Türen mit einem erfolgreichen Launch?
- Business Aufbau Umsetzungs-Checkliste: Alle Aktionen auf einen Blick
- Meine persönlichen Ratschläge aus der Praxis für den Online Business Aufbau
- Fazit & Übergang zu Phase 4: Wachstum & Skalierung
- FAQ – Spezifische Fragen zum Business Aufbau
Online Business Aufbau – Die Keyfacts im Überblick
Shipping is for learning
Deine Website ist dein digitaler Vertriebs-Hub
Content ist der Treibstoff deines Geschäfts
Struktur ist dein Schutzschild gegen Überforderung
Ein Launch ist der Höhepunkt eines Prozesses, nicht der Anfang
Ein CRM ist das Gedächtnis Deines Unternehmens
Schritt 1: Wie legst Du den Grundstein für einen organisierten und stressfreien Aufbau?
Bevor der erste „Stein“ gesetzt wird, schaffen wir die Rahmenbedingungen für ein geordnetes Projekt. Dieser Schritt ist nicht sexy, aber er ist der Unterschied zwischen einem chaotischen, demotivierenden Prozess und einem fokussierten, erfolgreichen Aufbau. Widerstehe dem Drang, sofort loszulegen. Ein Profi bereitet immer zuerst sein Werkzeug und seine Arbeitsumgebung vor.
Aktion 1.1: Welches Projektmanagement-Tool ist wirklich das richtige für Dich?
Das richtige Werkzeug ist das, das Du intuitiv findest und täglich ohne Widerstand öffnest. Beliebte Optionen sind SaaS-Tools wie Trello (visuell), Asana (aufgabenorientiert) und Notion (All-in-One) oder selbstgehostete Lösungen wie FluentBoards* für WordPress.
Warum ist das so entscheidend?
Dein Gehirn ist eine Ideen-Maschine, kein To-Do-Listen-Speicher. Wenn du versuchst, alle Aufgaben im Kopf zu behalten, führt das zu mentaler Überlastung, Stress und dem ständigen Gefühl, etwas Wichtiges zu vergessen. Ein externes Tool ist dein ausgelagertes Gehirn für das Projekt.
Deine Optionen im Tiefentest:
- Trello: Das digitale Whiteboard
- Wie es sich anfühlt: Wie ein Whiteboard mit Post-its. Du hast Spalten und schiebst Aufgaben (Karten) von links nach rechts durch deinen Prozess. Es ist extrem befriedigend, eine Karte in die „Erledigt“-Spalte zu ziehen.
- Konkrete Umsetzung: Erstelle ein Board namens „Mein Business-Aufbau“. Lege die Spalten
Aufgaben-Backlog(Sammelstelle für alles),Geplant für diese Woche,In Arbeit(maximal 2-3 Aufgaben gleichzeitig!) undErledigtan. - Häufiger Fehler: Zu viele Spalten erstellen oder die Karten mit zu vielen Informationen überladen. Halte es einfach.
- Profi-Tipp: Nutze die „Power-Up“-Funktion für den Kalender. So siehst du deine Aufgaben mit Fälligkeitsdatum in einer Monatsansicht, was die Planung erleichtert.
- Asana: Der strukturierte Projektplaner
- Wie es sich anfühlt: Wie ein professioneller Projektplan in Listenform. Es ist weniger verspielt als Trello, aber dafür mächtiger in der Strukturierung.
- Konkrete Umsetzung: Erstelle ein „Projekt“ und lege über „Abschnitte“ die großen Phasen dieses Guides an (z.B. „Phase 1: Projekt-Setup“, „Phase 2: Visuelles Fundament“). Darunter listest du die einzelnen Aufgaben.
- Häufiger Fehler: Sich in den vielen Funktionen wie Unteraufgaben, Abhängigkeiten und Portfolios zu verlieren. Nutze am Anfang nur die einfache Listenansicht mit Fälligkeitsdaten.
- Profi-Tipp: Nutze die „Meine Aufgaben“-Ansicht als deine tägliche Kommandozentrale. Sie zeigt dir automatisch alle Aufgaben an, die heute oder in Kürze fällig sind, über alle Projekte hinweg.
- Notion: Der unendliche Baukasten
- Wie es sich anfühlt: Wie mit digitalen LEGO-Steinen zu bauen. Du kannst alles sein: ein einfaches Dokument, eine komplexe Datenbank, ein Projektboard.
- Konkrete Umsetzung: Erstelle eine Hauptseite „Business Cockpit“. Integriere dort eine Datenbank mit der Ansicht „Board“, um Trello nachzubauen. Der Vorteil: Du kannst jede Aufgaben-Karte zu einer eigenen, vollwertigen Seite mit Checklisten, Bildern und Notizen ausbauen und direkt mit deinem Marken-Briefing verlinken.
- Häufiger Fehler: Stundenlang das perfekte Setup zu designen, anstatt die Aufgaben zu erledigen. Nutze eine Vorlage!
- Profi-Tipp: Verknüpfe deine Aufgaben-Datenbank mit einer Notizen-Datenbank. So kannst du zu jeder Aufgabe die dazugehörigen Recherche-Notizen mit einem Klick aufrufen.
- FluentBoards: Das selbstgehostete WordPress Command Center
- Wie es sich anfühlt: Als hättest du Trello direkt in dein WordPress-Dashboard integriert. Der Kontextwechsel entfällt komplett, alles passiert an einem Ort, den du bereits kennst.
- Konkrete Umsetzung: Installiere das Plugin und erstelle ein Board für dein Gründungsprojekt. Nutze die gleichen Kanban-Spalten wie bei Trello. Der große Vorteil liegt in der Verknüpfung: Du kannst Aufgaben direkt mit Kunden aus FluentCRM oder mit bestimmten WordPress-Seiten/Posts verknüpfen.
- Häufiger Fehler: Das Plugin als vollwertigen Ersatz für ein ausgereiftes, jahrzehntelang entwickeltes System wie Asana zu sehen. Es ist ein extrem mächtiges internes Werkzeug, aber für komplexe Kollaboration mit vielen externen Gästen könnten spezialisierte SaaS-Tools flexibler sein.
- Profi-Tipp: Nutze die Automatisierungs-Möglichkeiten. Erstelle zum Beispiel automatisch ein neues Aufgaben-Board für ein Kundenprojekt, sobald ein Deal in FluentCRM als „Gewonnen“ markiert wird. Das spart enorm viel Zeit bei wiederkehrenden Prozessen.
Deine Aufgabe: Wähle ein Tool, das sich für dich am besten anfühlt. Richte es jetzt mit den genannten Spalten oder Strukturen ein.
Aktion 1.2: Wie verwandelst Du einen riesigen Berg in einen begehbaren Pfad?
Indem Du jeden einzelnen Schritt aus Deinem Businessplan und diesem Guide in eine granulare, umsetzbare Aufgabe in Deinem Tool zerlegst. Eine gute Aufgabe beschreibt eine konkrete Aktion, die in einer fokussierten Arbeitssession (z.B. 30-90 Minuten) erledigt werden kann.
Warum das Dein Stress-Killer ist:
Das menschliche Gehirn hasst unklare, riesige Aufgaben wie „Website bauen“. Es führt zu Prokrastination. Klare, kleine Aufgaben wie „Hosting-Paket ‚Business‘ bei Raidboxes kaufen“ sind hingegen leicht zu starten und abzuhaken. Jeder Haken setzt Dopamin frei und motiviert dich für den nächsten Schritt.
Wie gehst Du praktisch vor?
- Öffne dein gewähltes Projektmanagement-Tool in einem Fenster und diesen Guide in einem anderen.
- Gehe diesen Guide Aktion für Aktion durch.
- Erstelle für JEDE Aktion eine Karte oder Aufgabe in der Spalte
Aufgaben-Backlog. - Beispiel-Checkliste für die Aufgabe „Visuelles Fundament“:
Moodboard aus Phase 2 analysieren und 5-7 Kernbilder extrahierenMit Adobe Color 3 Farbpaletten-Vorschläge basierend auf den Bildern erstellenFinale Farbpalette mit Hex-Codes in Marken-Briefing eintragenAuf Google Fonts 5 passende Schrift-Paarungen recherchierenFinale Schrift-Paarung auswählen und Namen im Marken-Briefing dokumentierenLogo-Designer auf Fiverr mit klarem Briefing beauftragen
Diese Vorbereitungsarbeit dauert vielleicht 1-2 Stunden, aber sie spart dir Wochen an ziellosem Herumprobieren und dem Gefühl der Überforderung.
Aktion 1.3: Wie legst Du ein Launch-Datum fest, das Dich motiviert statt stresst?
Ein Zieldatum schafft eine positive Verbindlichkeit. Plane realistisch rückwärts, indem du die Aufgabenblöcke auf die Wochen verteilst und am Ende einen Puffer von mindestens 30-50% für Unvorhergesehenes addierst.
Warum Du diesen Termin brauchst:
Ohne einen Termin agierst du nach dem „Studenten-Syndrom“: Du fängst erst an, wenn der Druck unerträglich wird, oder du optimierst endlos („Analysis Paralysis“). Ein Termin zwingt dich, Prioritäten zu setzen und die wichtige Frage zu stellen: „Ist das wirklich für den Launch notwendig?“.
Wie gehst Du praktisch vor?
- Wähle ein Zieldatum: Nimm einen Kalender und wähle einen Tag in z.B. 10 Wochen.
- Definiere die Launch-Woche: Die letzte Woche vor dem Datum ist die „Launch-Woche“ (für finale Tests und Kommunikation).
- Plane rückwärts in Blöcken: Verteile die Hauptschritte dieses Guides auf die Wochen davor. Zum Beispiel: Wochen 1-2: Setup & Planung. Wochen 3-4: Visuelles Fundament. Wochen 5-7: Technische Infrastruktur & Content. Wochen 8-9: Pre-Launch-Phase.
- Der Realitäts-Check (Puffer): Du hast einen Vollzeitjob? Du hast Familie? Technische Probleme werden auftreten. Wenn dein Plan 10 Wochen ergibt, setze dein Zieldatum auf Woche 13 oder 14. Ein Plan, der hält, ist unendlich motivierender als einer, dem du ständig hinterherläufst.
Aktion 1.4: Wie definierst Du Dein Minimum Viable Product (MVP) brutal ehrlich?
Dein MVP ist die absolut minimalste, aber funktionierende und kaufbare Version Deines Angebots. Es ist nicht Dein Traumprodukt. Seine einzige Aufgabe ist es, Deine wichtigste Hypothese zu testen: „Sind Menschen bereit, für die Lösung dieses Problems Geld zu bezahlen?“.
Die brutale Wahrheit über das MVP:
Die meisten Gründer verlieben sich in ihr Produkt und ihre Ideen. Sie bauen Features, die sie selbst cool finden, aber die kein Kunde braucht. Das MVP zwingt dich, diese Verliebtheit abzulegen und dich auf den reinen Kundennutzen zu konzentrieren.
So findest Du Dein MVP (Die „Muss-es-sein?“-Methode):
Erstelle eine Liste mit allen Features, Seiten und Inhalten, die du gerne zum Launch hättest. Gehe dann jeden Punkt durch und stelle die Frage: „Wenn ich diesen Punkt weglasse, kann ein Kunde mein Kernangebot trotzdem noch verstehen, kaufen und den versprochenen Hauptnutzen erhalten?“
- Wenn die Antwort „Ja“ ist -> Streichen (kommt nach dem Launch).
- Wenn die Antwort „Nein“ ist -> Bleibt im MVP.
Beispiel Dienstleister (z.B. Coach, Berater):
- MVP: Eine Onepager-Website mit klarem Wertversprechen, Beschreibung des Angebots, „Über Mich“-Abschnitt, Testimonials (falls vorhanden) und einem Kontaktformular oder Calendly-Link zur Terminbuchung. Eine funktionierende Rechnungsstellung.
- Kein MVP (Version 2.0): Ein Blog mit 10 Artikeln, ein kostenloser PDF-Download, ein komplexer E-Mail-Funnel, ein Mitgliederbereich, drei verschiedene Angebots-Pakete.
Beispiel E-Commerce Shop:
- MVP: Ein Shopify oder WordPress/WooCommerce-Shop mit einem sauberen, schnellen Theme. 5-10 deiner Top-Produkte mit exzellenten Bildern und Texten. Eine funktionierende Startseite, Produktseiten, Warenkorb und Checkout. PayPal und Kreditkartenzahlung.
- Kein MVP (Version 2.0): 100 Produkte, eine „Sale“-Kategorie, Kundenbewertungen, ein integrierter Blog, ein Treuepunkte-Programm, 5 verschiedene Zahlungsanbieter.
Dokumentiere dein definiertes MVP schriftlich. Das ist dein Vertrag mit dir selbst gegen Perfektionismus.
Schritt 2: Wie erschaffst Du ein visuelles Fundament, das Vertrauen und Wiedererkennung schafft?
Dein Corporate Design ist die nonverbale Kommunikation deiner Marke und Teil deines Branding. Es entscheidet in Millisekunden darüber, ob du als professionell, vertrauenswürdig und passend wahrgenommen wirst. Wir übersetzen jetzt deine Markenstrategie in eine sichtbare, greifbare Realität.
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Aktion 2.1: Wie kommst Du zu einem Logo, das kein Vermögen kostet, aber professionell wirkt?
Konzentriere Dich für den Start auf eine exzellente Wortmarke (Dein Firmenname in einer passenden Schriftart). Diese ist zeitlos und oft wirkungsvoller als ein schlecht gemachtes Icon. Nutze Canva für den DIY-Ansatz oder beauftrage einen Designer auf Fiverr mit einem ultra-klaren Briefing.
Warum eine Wortmarke oft besser ist:
Große Marken wie Google, Coca-Cola oder FedEx haben ikonische Logos, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden. Als neues Unternehmen kennt dich niemand. Dein Logo muss daher vor allem deinen Namen kommunizieren. Eine saubere, charakterstarke Wortmarke tut genau das.
Dein Briefing für den Designer (falls Du einen beauftragst):
Ein gutes Ergebnis hängt zu 90% von einem guten Briefing ab. Dein Dokument sollte enthalten:
Firmenname & Slogan (falls vorhanden)Kurze Beschreibung Deines Unternehmens und Deiner ZielgruppeDeine Marken-Archetypen und Marken-Werte (z.B. Sicherheit, Innovation, Verspieltheit)Deine Farbpalette (falls schon definiert)Beispiele für 2-3 Logos, die Dir gefallen (und warum)Beispiele für 1-2 Logos, die Du absolut nicht magst (und warum)Wo das Logo hauptsächlich eingesetzt wird (Website, Social Media etc.)
Häufiger Fehler:
Dem Designer zu sagen „Überrasch mich mal“. Das führt zu Ergebnissen, die dem Geschmack des Designers entsprechen, aber nicht deiner Markenstrategie.
Profi-Tipp:
Fordere vom Designer immer die finalen Logo-Dateien in verschiedenen Formaten an. Du benötigst das Logo als Vektor-Datei (.svg oder .eps) für Skalierbarkeit (Druck, etc.) und als PNG mit transparentem Hintergrund für den Einsatz auf deiner Website und in Social Media.
Aktion 2.2: Wie definierst Du Farben und Schriften, die Deine Marke zum Leben erwecken?
Leite Deine Farben direkt von Deinem Moodboard ab (siehe Phase 2 Guide) und nutze die 60-30-10-Regel für eine harmonische Anwendung. Wähle maximal zwei Schriften: eine charakterstarke für Überschriften und eine exzellent lesbare für Fließtexte.
Der tiefere Einblick in die Anwendung:
- Farben: Nutze Tools wie
Coolors.co, um die Hex-Codes zu finden. Definiere eine Primärfarbe (60% der Anwendung), die den Grundton angibt. Eine Sekundärfarbe (30%) für Akzente wie Buttons und eine Highlight-Farbe (10%) für besondere Call-to-Actions. Ein dunkles Grau (#333333) für Text ist augenfreundlicher als reines Schwarz. - Schriften: Lesbarkeit ist König! Besonders beim Fließtext. Wähle hier eine bewährte Web-Schrift von Google Fonts wie
Inter,Roboto,Open SansoderLato. Die Überschriften-Schrift darf Persönlichkeit zeigen. Achte darauf, dass die gewählten Schriften auch Umlaute und Sonderzeichen unterstützen.
Häufiger Fehler:
Zu viele Farben und Schriften zu verwenden. Das wirkt unruhig, unprofessionell und verwirrend. Beschränke dich auf das absolute Minimum.
Profi-Tipp:
Überprüfe den Kontrast deiner Textfarbe zum Hintergrund mit einem „Contrast Checker“ Tool online. Damit stellst du sicher, dass deine Texte auch für Menschen mit Sehschwäche gut lesbar sind (Accessibility, WCAG-Standard). Das ist nicht nur nutzerfreundlich, sondern auch ein positives SEO-Signal.
Aktion 2.3: Welche ersten Marken-Assets brauchst Du wirklich?
Du brauchst ein quadratisches Profilbild, ein Banner-Bild für deine Social-Media-Kanäle und 2-3 Post-Vorlagen. Erstelle diese in Canva mit der „Markenunterlagen“-Funktion, um Konsistenz zu garantieren und massiv Zeit zu sparen.
Warum Vorlagen so wichtig sind:
In der Wachstumsphase wirst du Inhalte erstellen. Wenn du jedes Mal bei Null anfängst, verschwendest du wertvolle Zeit und dein Look wird inkonsistent. Mit Vorlagen kannst du in 5 Minuten einen professionellen Social-Media-Post erstellen.
Konkrete Umsetzung in Canva:
- Gehe zu „Markenunterlagen“ und lade dein Logo hoch, hinterlege deine Farb-Hex-Codes und lade deine Schriftarten hoch (falls sie nicht schon in Canva sind).
- Erstelle eine Datei in quadratischem Format (z.B. 1080x1080px) und gestalte dein Profilbild.
- Erstelle eine Datei im passenden Banner-Format (z.B. LinkedIn Banner: 1584x396px) und gestalte dein Banner.
- Erstelle 2-3 verschiedene Post-Designs (z.B. Zitat, Bild-Post, Ankündigung) im Format 1080x1080px.
Jetzt bist du für die nächsten Monate visuell perfekt aufgestellt.
Schritt 3: Wie schaffst Du die unverzichtbare digitale Infrastruktur?
Dies ist das technische Fundament deines Unternehmens. Wenn hier Fehler passieren, sind sie später nur schwer und teuer zu beheben. Wir gehen die drei Säulen – Domain, Hosting und E-Mail – sowie deine Außenposten und Werkzeuge Schritt für Schritt durch.
Aktion 3.1: Wie sicherst Du Dir Deine Domain, Dein Hosting und Deine professionelle E-Mail?
Diese drei Elemente sind deine digitale Identität und nicht verhandelbar. Wähle eine kurze .de-Domain, ein schnelles, SSD-Hosting (z.B. Hostinger* oder Dogado*) und richte eine professionelle E-Mail-Adresse über Google Workspace* oder Microsoft 365 ein.
Säule 1: Deine Domain – Deine Adresse im Netz
- Warum das wichtig ist: Deine Domain ist dein Marken-Asset. Sie ist der Name, den sich die Leute merken. Eine gute Domain ist kurz, einprägsam, leicht zu schreiben und enthält idealerweise deinen Markennamen.
- Wie Du vorgehst: Brainstorme 5-10 Varianten. Gib sie in einem Domain-Checker bei deinem Hoster ein. Bevorzuge immer eine
.de-Endung für den deutschen Markt, das schafft Vertrauen. - Häufiger Fehler: Zu lange Namen, Bindestriche oder komplizierte Schreibweisen zu wählen. Wenn du deinen Domainnamen am Telefon buchstabieren musst und es dauert 30 Sekunden, ist er zu kompliziert.
- Profi-Tipp: Registriere deine Domain direkt bei deinem Hosting-Anbieter. Das vereinfacht die technische Verbindung erheblich, da du keine Nameserver manuell umstellen musst.
Säule 2: Dein Hosting – Das Grundstück für Dein Haus
- Warum das wichtig ist: Dein Hoster stellt den Serverplatz zur Verfügung, auf dem deine Website „wohnt“. Die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit deines Hostings haben einen massiven Einfluss auf die Nutzererfahrung und dein Google-Ranking (Core Web Vitals).
- Wie Du vorgehst: Wähle einen spezialisierten WordPress-Hoster oder einen etablierten Anbieter mit schnellen Ladezeiten. Achte auf die Stichworte SSD-Speicher, kostenloses SSL-Zertifikat (Let’s Encrypt), automatische tägliche Backups und guter, erreichbarer Support.
- Häufiger Fehler: Den billigsten Anbieter zu wählen. Günstiges Hosting bedeutet oft langsame Server, schlechten Support und versteckte Kosten. Du zahlst den gesparten Betrag doppelt und dreifach mit deiner Zeit und deinem Nervenkostüm zurück.
- Profi-Tipp: Wähle ein „Managed WordPress Hosting“. Das ist etwas teurer, aber der Anbieter kümmert sich um technische Updates, Sicherheit und Performance-Optimierungen. Für Nicht-Techniker ist das Gold wert.
Säule 3: Deine E-Mail – Deine digitale Visitenkarte
- Warum das wichtig ist: Eine E-Mail von
info@deinefirma.designalisiert Professionalität und schafft Vertrauen. Eine E-Mail vonpeter-mueller-1987@web.deschreit „Hobby“. Außerdem ist eine professionelle E-Mail-Adresse entscheidend für die E-Mail-Zustellbarkeit (Deliverability), da sie als vertrauenswürdiger eingestuft wird. - Wie Du vorgehst: Investiere die ca. 5 – 17 € pro Monat in Google Workspace oder Microsoft 365. Du meldest dich dort an und folgst der Anleitung, um deine Domain zu verknüpfen. Das beinhaltet in der Regel das Setzen von sogenannten
MX-Recordsim Kundenmenü deines Hosters. Die Anleitungen der Anbieter sind hier exzellent. - Häufiger Fehler: Eine kostenlose Weiterleitung von
info@deinefirma.dean die private Gmail-Adresse einzurichten. Das ist zwar gratis, aber schlecht für die Zustellbarkeit deiner Antworten und vermischt private und geschäftliche Kommunikation. - Profi-Tipp: Richte nach dem Setup unbedingt die SPF- und DKIM-Einträge für deine Domain ein. Das sind digitale Signaturen, die E-Mail-Providern wie Gmail und Outlook beweisen, dass du wirklich der Absender bist. Das verhindert, dass deine wichtigen E-Mails im Spam-Ordner landen. Google Workspace und Microsoft 365 geben dir die dafür nötigen Einträge.
Aktion 3.2: Wie errichtest Du Deine digitalen Außenposten, die sofort Vertrauen schaffen?
Sichere Dir sofort Deinen Markennamen auf Deinem wichtigsten Social-Media-Kanal und erstelle ein vollständig ausgefülltes Google Business Profile. Dies sind massive Vertrauenssignale für Kunden und Google (E-E-A-T), noch bevor Deine Website überhaupt Traffic hat.
Außenposten 1: Social Media Profil(e)
- Warum das wichtig ist: Primär geht es um „Claiming“ – die Sicherung deines Namens. Selbst wenn du den Kanal erst in einem Jahr bespielen willst, gehört der Name dir. Außerdem dient ein professionell gestaltetes Profil als soziale Bestätigung für Besucher, die deinen Namen googeln.
- Wie Du vorgehst: Erstelle auf deinem Hauptkanal (z.B. LinkedIn oder Instagram) ein Business-Profil. Nutze exakt deinen Markennamen. Lade dein Profilbild und dein Banner-Bild hoch. Fülle die Biografie/Info-Sektion mit deinem Wertversprechen und dem Link zu deiner (baldigen) Website.
Außenposten 2: Google Business Profile (ehemals Google My Business)
- Warum das überlebenswichtig ist: Dies ist dein kostenloser, offizieller Firmeneintrag bei Google. Er erscheint prominent in der Google-Suche und auf Google Maps und ist einer der stärksten Hebel für lokale Sichtbarkeit und Vertrauensaufbau.
- Wie Du vorgehst (Checkliste): Gehe zu
google.com/businessund fülle JEDES Feld aus:[ ] Unternehmensname (exakte Schreibweise!)[ ] Kategorie (wähle die passendste)[ ] Adresse (kann auch deine Wohnadresse sein und für Kunden ausgeblendet werden)[ ] Einzugsgebiet (falls du Dienstleistungen anbietest)[ ] Telefonnummer & Website-URL[ ] Öffnungszeiten[ ] Dienstleistungen / Produkte (sei hier sehr spezifisch!)[ ] Unternehmensbeschreibung (nutze deine Keywords!)[ ] Logo & Titelbild hochladen[ ] 3-5 weitere Fotos hochladen (von dir, deinem Büro, bei der Arbeit)
- Häufiger Fehler: Das Profil nur halbherzig auszufüllen. Je vollständiger dein Profil, desto relevanter stuft Google dich ein.
- Profi-Tipp: Animiere deine ersten Kunden aktiv dazu, dir eine Google-Bewertung zu hinterlassen. Positive Bewertungen sind ein enorm starkes Kaufsignal.
Aktion 3.3: Welche Website-Erweiterungen (Plugins) sind Dein unverzichtbares Schweizer Taschenmesser?
Installiere ein „Minimal-Kit“ an unverzichtbaren Plugins für SEO, Geschwindigkeit, Sicherheit und Backups. Jedes zusätzliche Plugin erhöht die Komplexität und das Sicherheitsrisiko. Weniger ist hier definitiv mehr.
- SEO-Plugin: Dein Übersetzer für Google
- Empfehlung: Rank Math. Die kostenlose Version ist mächtiger als die der meisten Konkurrenten und gibt dir klare Anleitungen zur On-Page-Optimierung für jede einzelne Seite und jeden Beitrag.
- Caching-Plugin: Das Kurzzeitgedächtnis deiner Website
- Empfehlung: WP Rocket (kostenpflichtig). Es ist die beste Investition, die du für deine Website tätigen kannst. Es ist extrem einfach zu konfigurieren und kombiniert Dutzende Performance-Optimierungen in einem Paket. Eine schnelle Seite freut Nutzer und Google.
- Sicherheits-Plugin: Dein digitaler Türsteher
- Empfehlung: Wordfence Security. Die kostenlose Version bietet eine Firewall und einen Malware-Scanner. Installiere es, aktiviere es und lasse es im Hintergrund seine Arbeit tun.
- Backup-Plugin: Deine Lebensversicherung
- Empfehlung: UpdraftPlus. Konfiguriere es so, dass es einmal pro Woche ein komplettes Backup deiner Website erstellt und es automatisch in einem externen Cloud-Speicher wie Google Drive oder Dropbox ablegt. Ein Backup, das auf demselben Server wie deine Website liegt, ist im Notfall wertlos.
- Cookie-Consent-Tool: Dein DSGVO-Schutzschild
- Empfehlung: Complianz oder Real Cookie Banner. Beide haben exzellente, geführte Setups, die dir helfen, einen datenschutzkonformen Cookie-Banner für Deutschland und die EU zu erstellen.
Schritt 4: Wie richtest Du Deine Website mit Struktur und überzeugenden Inhalten ein?
Jetzt füllen wir das technische Gerüst mit Leben. Eine Website ohne überzeugende Worte ist wie ein Verkäufer, der stumm ist. Wir schaffen eine logische Struktur und schreiben die Texte, die Besucher fesseln und zu Kunden machen.
Aktion 4.1: Wie legst Du die Grundstruktur Deiner Website an, die Nutzer und Google lieben?
Schaffe eine flache und logische Hierarchie mit klaren Bezeichnungen. Erstelle die Hauptseiten (Homepage, Über Mich, Angebot, Kontakt) und die rechtlichen Seiten (Impressum, Datenschutz) als leere Entwürfe, um Deine Menüstruktur festzulegen.
Warum eine klare Struktur entscheidend ist:
Für Nutzer ist eine klare Navigation der schnellste Weg zum Ziel. Für Google ist eine logische Seitenstruktur ein wichtiger Indikator, um die thematische Hierarchie deiner Website zu verstehen. Es hilft Google zu erkennen, was deine wichtigsten Seiten sind.
Wie Du vorgehst:
Gehe in deinem WordPress-Backend zu Seiten > Erstellen und lege folgende Seiten an, ohne sie bereits mit Inhalt zu füllen:
StartseiteÜber Mich(oderÜber Uns)Angebot(oderShop,Produkte,Zusammenarbeit)KontaktImpressumDatenschutz
Gehe dann zu Design > Menüs, erstelle ein „Hauptmenü“ und ziehe die ersten vier Seiten hinein. Erstelle ein zweites „Footer Menü“ und ziehe Impressum und Datenschutz hinein.
Aktion 4.2: Wie textest Du die entscheidenden ‚Core Pages‘, die verkaufen?
Versetze dich in deinen Kunden. Beantworte auf jeder Seite seine unausgesprochene Frage: „Was ist hier für mich drin?“. Nutze bewährte Copywriting-Formeln und sei mehr Problemlöser als Selbstdarsteller.
Core Page 1: Deine Startseite – Das Schaufenster
- Ziel: In 3 Sekunden klar machen, wer du bist, wem du hilfst und was der nächste Schritt ist.
- Aufbau (von oben nach unten):
- Hero Section: Überschrift mit deinem Wertversprechen („Ich helfe [Zielgruppe] dabei, [Problem] zu lösen und [Wunschergebnis] zu erreichen.“). Darunter ein klarer Button (Call-to-Action) wie „Mein Angebot entdecken“.
- Problem-Sektion: Sprich den Schmerz deiner Zielgruppe direkt an. Zeige, dass du sie verstehst.
- Lösungs-Sektion: Präsentiere dein Angebot als die Brücke vom Problem zum Wunschergebnis.
- Social Proof: Füge Logos, Kundenstimmen oder Fallstudien ein (sobald vorhanden). Das ist der stärkste Hebel, um Vertrauen aufzubauen.
- Häufiger Fehler: Mit „Herzlich Willkommen auf meiner Webseite!“ zu beginnen. Verschwende keine Zeit. Komm sofort auf den Punkt.
Core Page 2: Deine „Über Mich“-Seite – Der Vertrauens-Booster
- Ziel: Eine persönliche Verbindung herstellen und beweisen, warum ausgerechnet du der richtige Experte bist.
- Wichtiger Perspektivwechsel: Es geht nicht um dich, es geht darum, wie deine Geschichte und deine Erfahrung dem Kunden helfen.
- Aufbau:
- Beginne damit, den Leser anzusprechen.
- Erzähle deine „Warum“-Geschichte. Was treibt dich an? Welches Problem hast du selbst gelöst?
- Stelle deine Expertise und Erfahrung dar (ohne anzugeben).
- Zeige professionelle, sympathische Fotos von dir.
- Beende die Seite mit einem Call-to-Action (z.B. „Lass uns sprechen“).
- Häufiger Fehler: Einen trockenen Lebenslauf aufzulisten. Menschen verbinden sich mit Geschichten, nicht mit Stichpunkten.
Core Page 3: Deine Angebots-/Produktseite – Die Verkaufsmaschine
- Ziel: Alle nötigen Informationen liefern und alle Einwände ausräumen, damit ein Kunde mit gutem Gefühl „Ja“ sagen kann.
- Nutze eine Formel wie AIDA:
- Attention (Aufmerksamkeit): Eine Überschrift, die das Endergebnis verspricht.
- Interest (Interesse): Beschreibe die Details deines Angebots. Was genau bekommt der Kunde? Nutze Bullet Points für die Vorteile (nicht Features!).
- Desire (Wunsch): Male ein Bild von der Transformation. Wie sieht das Leben des Kunden nach dem Kauf aus? Zeige Testimonials von begeisterten Kunden.
- Action (Handlung): Ein klarer, unmissverständlicher Kaufen-Button mit Preisangabe. Entferne jede Unsicherheit: Was passiert nach dem Klick? Gibt es eine Garantie?
- Profi-Tipp: Füge am Ende der Seite einen FAQ-Bereich ein, der die 5 häufigsten Fragen oder Einwände zu deinem Angebot proaktiv beantwortet.
Aktion 4.3: Wie erstellst Du die ersten Inhalte, die Dir Besucher bringen, bevor Du sie brauchst?
Veröffentliche 3-5 Deiner geplanten „Pillar & Cluster“-Artikel (aus Phase 2) bereits vor dem offiziellen Launch. Das gibt Google Zeit, Deine Inhalte zu indexieren und Dich als Experte für Dein Thema wahrzunehmen.
Warum das eine langfristig clevere Strategie ist:
Content-Marketing ist ein Marathon, kein Sprint. Wenn du erst am Tag des Launches mit dem Bloggen beginnst, dauert es Monate, bis du relevanten organischen Traffic von Google erhältst. Wenn du vorher startest, hast du einen massiven Vorsprung.
Wie Du vorgehst:
- Nimm Deinen Redaktionsplan aus Phase 2.
- Schreibe Deinen Haupt-Pillar-Artikel und 2-3 unterstützende Cluster-Artikel.
- Optimiere jeden Artikel mit Deinem SEO-Plugin auf das jeweilige Keyword.
- Veröffentliche die Artikel bereits auf Deiner Website. Du kannst die gesamte Website bis zum Launch mit einem Passwort schützen, aber die Artikel sollten bereits unter ihrer finalen URL live sein.
Aktion 4.4: Wie implementierst Du Deine Rechtstexte, ohne Anwalt zu sein?
Nutze einen seriösen, kostenpflichtigen Generator-Service wie e-recht24 oder die IT-Recht Kanzlei. Kopiere die dort erstellten Texte 1:1 in Deine Impressums- und Datenschutzseite und verlinke diese gut sichtbar im Footer.
Warum „kostenlos“ hier gefährlich ist:
Das Internet ist voll von kostenlosen Vorlagen. Diese sind aber oft veraltet oder passen nicht zu deinem spezifischen Geschäftsmodell. Ein Fehler in den Rechtstexten kann zu teuren Abmahnungen führen. Die ca. 10-20 € pro Monat für einen professionellen Service sind eine der besten Versicherungen für dein Business.
Finale Checkliste:
[ ] Impressum-Text ist 1:1 auf der Impressums-Seite eingefügt.[ ] Datenschutz-Text ist 1:1 auf der Datenschutz-Seite eingefügt.[ ] Beide Seiten sind im Footer-Menü verlinkt.[ ] Dein Cookie-Banner ist aktiv und verweist auf die Datenschutzseite.
Schritt 5: Wie baust Du von Anfang an professionelle Kundenbeziehungen auf (CRM-Setup)?
Du hast jetzt eine professionelle Infrastruktur. Bevor die ersten Anfragen und Kunden eintreffen, müssen wir einen entscheidenden Prozess etablieren: Wie verwaltest Du diese Kontakte? Die Antwort ist ein CRM-System. Dieser Schritt stellt sicher, dass Du vom ersten Tag an professionell agierst, keine Verkaufschance vergisst und eine wertvolle Datenbasis für die Zukunft aufbaust.
Aktion 5.1: Warum ist eine Excel-Liste als CRM die schlechteste Idee für Dein Business?
Weil eine Excel-Liste nicht mitwächst, extrem fehleranfällig ist, keine Prozesse automatisiert und Dir wertvolle Einblicke in Deine Kundenbeziehungen verwehrt. Sie ist der schnellste Weg ins organisatorische Chaos.
Viele Gründer starten mit einer Excel- oder Google-Sheets-Tabelle, um ihre Kunden zu verwalten. Das fühlt sich anfangs einfach an, wird aber schnell zum Albtraum.
- Keine zentrale Kontakthistorie: Wo ist die E-Mail von letzter Woche? Was wurde im Telefonat besprochen? In Excel bleibt dies unsichtbar.
- Kein Aufgabenmanagement: Du kannst keine automatischen Erinnerungen für Follow-ups setzen. Wichtige nächste Schritte werden vergessen.
- Keine E-Mail-Integration: Du musst immer zwischen deinem Postfach und der Tabelle hin- und herwechseln.
- Keine Sales-Pipeline: Du hast keinen visuellen Überblick, in welcher Phase sich deine potenziellen Kunden befinden.
- Hohes Risiko für Datenfehler: Ein falscher Klick, eine falsche Sortierung, und die Daten sind inkonsistent.
Ein richtiges CRM-System löst all diese Probleme. Es ist das zentrale „Gehirn“ für alle deine Kundeninteraktionen.
Aktion 5.2: Welches CRM-System ist das richtige für Deinen Start?
Das beste CRM für den Start ist einfach zu bedienen, hat einen guten kostenlosen Plan oder faire Preise und wächst mit Deinem Unternehmen mit. Die besten Startpunkte für Solopreneure und kleine Teams sind HubSpot (der All-in-One-Standard, der aber kostenintensiver werden kann), Brevo*(stark bei E-Mail-Marketing-Fokus und viele Funktionen für wenig Geld), FluentCRM* (für WordPress-Power-User) oder Notion (für DIY-Fans).
Deine Optionen im Detail:
- HubSpot CRM: Der kostenlose All-in-One-Gigant
- Für wen ideal? Für Gründer, die eine „Single Source of Truth“ wollen und ein System suchen, das von 1 bis 1000 Mitarbeitern mitwachsen kann.
- Die Stärken: Der kostenlose Plan ist extrem großzügig. Er enthält Kontaktmanagement, Deal-Pipelines, Aufgabenverwaltung, E-Mail-Tracking und die Integration in dein Postfach (Gmail/Outlook). Du siehst jede E-Mail-Öffnung und jeden Klick direkt im Kontaktverlauf.
- Häufiger Fehler: Sich von den unzähligen Funktionen der kostenpflichtigen „Hubs“ (Marketing, Sales, Service) erschlagen lassen.
- Profi-Tipp: Starte ausschließlich mit den kostenlosen CRM-Tools. Konzentriere dich auf zwei Bereiche: „Kontakte“ (dein Adressbuch) und „Deals“ (deine Verkaufschancen). Ignoriere am Anfang alles andere.
- Brevo (ehem. Sendinblue): Der E-Mail-Marketing-Hybrid
- Für wen ideal? Für Gründer, deren Hauptkundenkontakt über E-Mail-Marketing und Newsletter läuft (z.B. Blogger, Content Creators, E-Commerce-Shops).
- Die Stärken: Brevo kombiniert E-Mail-Marketing, Automatisierungen und ein einfaches, aber solides CRM in einer Plattform. Du kannst Kontakte basierend auf ihrem Verhalten (z.B. „hat Newsletter geöffnet“, „hat auf Link geklickt“) segmentieren und verwalten.
- Profi-Tipp: Nutze die Automatisierungs-Workflows, um neuen Kontakten automatisch eine Willkommens-E-Mail zu senden und sie im CRM einer bestimmten Liste zuzuordnen.
- FluentCRM: Das selbstgehostete WordPress-Kraftpaket
- Für wen ideal? Für überzeugte WordPress-Nutzer, die maximale Kontrolle über ihre Daten behalten und monatliche Gebühren für ihr CRM vermeiden wollen. Perfekt für Betreiber von Online-Shops (WooCommerce), Kursplattformen (LearnDash) oder Mitgliederseiten, die tiefe Integrationen direkt im WordPress-Dashboard benötigen.
- Die Stärken: Du besitzt Deine Daten zu 100 %, da alles auf deinem eigenen Server gespeichert wird. Statt monatlicher Gebühren pro Kontakt fallen nur einmalige oder jährliche Kosten für das Plugin an. Die Integrationen mit anderen WordPress-Plugins sind unschlagbar und ermöglichen extrem leistungsstarke Automatisierungen direkt in deiner gewohnten Umgebung.
- Häufiger Fehler: Sich auf die Standard-E-Mail-Funktion des eigenen Webservers zu verlassen. Das führt fast immer dazu, dass deine E-Mails im Spam-Ordner landen. Die Nutzung eines externen SMTP-Services ist bei diesem Setup nicht optional, sondern absolute Pflicht.
- Profi-Tipp: Richte vom ersten Tag an einen professionellen E-Mail-Versanddienst (SMTP-Service) wie Amazon SES (sehr günstig, aber technisch), SendGrid oder Postmark ein und verbinde ihn mit FluentCRM. Das stellt eine hohe Zustellbarkeit deiner Kampagnen sicher und schützt den guten Ruf deiner Domain.
- Notion: Die maßgeschneiderte DIY-Lösung
- Für wen ideal? Für technik-affine Gründer, die ihr System zu 100% selbst gestalten und an ihre exakten Prozesse anpassen wollen.
- Die Stärken: Du hast die absolute Freiheit. Du kannst deine Kontaktdatenbank mit deinen Projekten, Notizen und Aufgaben verknüpfen und eine perfekt auf dich zugeschnittene Ansicht schaffen.
- Häufiger Fehler: Stunden und Tage mit dem Perfektionieren der Datenbank-Struktur verbringen, anstatt Kunden zu gewinnen („Over-Engineering“).
- Profi-Tipp: Starte nicht bei Null. Suche online nach einer bewährten „Notion CRM Template“ und passe diese an deine Bedürfnisse an.
Aktion 5.3: Wie richtest Du Dein CRM in drei fundamentalen Schritten ein?
Verbinde Dein CRM mit Deinen Kontaktquellen (E-Mail, Formulare), definiere Deine simple Sales-Pipeline und lege Deine ersten Kontakte manuell an, um den Prozess zu verstehen.
Schritt A: Die Kontakt-Synchronisation einrichten (Automatisierung)
Das Ziel ist, dass neue Kontakte automatisch in deinem CRM landen, ohne dass du sie abtippen musst.
- Verbinde dein Postfach: Installiere das HubSpot- oder Brevo-Plugin für Gmail oder Outlook. Damit werden deine E-Mail-Konversationen automatisch dem richtigen Kontakt zugeordnet.
- Verbinde deine Website-Formulare: Die meisten CRM-Systeme bieten Integrationen für WordPress-Formular-Plugins (z.B. Contact Form 7, WPForms, Elementor Forms). Richte diese Integration ein. Füllt ein Besucher nun dein Kontaktformular aus, wird automatisch ein neuer Kontakt in deinem CRM angelegt.
Schritt B: Deine Sales-Pipeline definieren (Visualisierung)
Eine Pipeline visualisiert die Schritte, die ein potenzieller Kunde von der ersten Anfrage bis zum Abschluss durchläuft.
- Für Dienstleister / Coaches könnte eine simple Pipeline so aussehen:
Neue Anfrage(Jeder neue Kontakt startet hier)Erstgespräch vereinbartAngebot gesendetVerhandlungGewonnen(Bezahlt!) oderVerloren(Kein Interesse)
- Für E-Commerce (nach dem Kauf):
Neuer KundeBestellung versandtFeedback-Anfrage gesendetPotenzial für FolgekaufLoyaler Stammkunde
Schritt C: Die ersten Kontakte anlegen und eine Aufgabe erstellen (Praxis) Theorie ist gut, Praxis ist besser.
- Lege dich selbst als ersten Kontakt an. Nutze deine private E-Mail-Adresse.
- Lege einen Freund als zweiten Kontakt an.
- Erstelle einen „Deal“ oder eine „Verkaufschance“ für deinen Freund. Nenne den Deal „Test-Projekt“ und gib ihm einen fiktiven Wert (z.B. 500 €).
- Bewege den Deal durch deine Pipeline-Stufen. Schiebe die Karte von „Neue Anfrage“ zu „Angebot gesendet“ usw. Du wirst sofort den Wert der visuellen Übersicht erkennen.
- Erstelle eine Aufgabe: Gehe zum Kontakt „Du selbst“ und erstelle die Aufgabe: „Nächste Woche anrufen und nach Feedback fragen“. Setze ein Fälligkeitsdatum. Dein CRM wird dich daran erinnern.
Schritt 6: Wie bereitest Du die Eröffnung generalstabsmäßig vor (Pre-Launch)?
Ein guter Restaurantbesitzer macht ein „Soft Opening“ für Freunde und Familie, bevor die Kritiker kommen. Genau das tun wir jetzt. Wir testen die gesamte Technik auf Herz und Nieren und bauen gleichzeitig erste Spannung bei potenziellen Kunden auf.
Aktion 6.1: Wie sammelst Du schon vor dem Launch die E-Mail-Adressen Deiner ersten Fans?
Aktiviere eine „Coming Soon“- oder „Wartungsmodus“-Seite mit einem klaren Wertversprechen und einem E-Mail-Eintragungsfeld. Biete einen kleinen Anreiz für die Anmeldung, um die Conversion-Rate zu erhöhen.
Warum das so mächtig ist:
Du baust eine Audience auf, die dir gehört. Anders als bei Social Media bist du nicht von einem Algorithmus abhängig. Du kannst diese Interessenten zum Launch direkt und persönlich informieren.
Wie Du vorgehst:
- Nutze die Wartungsmodus-Funktion Deines Themes oder ein Plugin wie „SeedProd“.
- Gestalte eine einfache Seite mit Deinem Logo, Deinem Wertversprechen („Bald online: [Dein Nutzenversprechen]“) und einem E-Mail-Formular, das mit Deinem E-Mail-Marketing-Tool (z.B. Mailchimp, Brevo) verbunden ist.
- Biete einen Anreiz (Lead Magnet): „Sei der Erste, der vom Launch erfährt und sichere dir 10% Start-Rabatt“ oder „Trage dich ein und erhalte unsere exklusive Pre-Launch-Checkliste“.
Aktion 6.2: Wie führst Du die entscheidende End-to-End-Generalprobe durch, die Pannen verhindert?
Führe einen kompletten Testkauf mit echtem Geld durch. Lass einen Freund oder ein Familienmitglied die gesamte Customer Journey durchlaufen, vom Klick auf die Angebotsseite bis zum Erhalt der Bestätigungs-E-Mail.
Warum das nicht verhandelbar ist:
Es gibt nichts Schlimmeres als einen Launch, bei dem der Kaufen-Button nicht funktioniert. Du verlierst nicht nur Umsatz, sondern auch Vertrauen.
Die ultimative Testkauf-Checkliste:
[ ] Funktioniert jeder Link auf der Angebotsseite?[ ] Lässt sich das Produkt in den Warenkorb legen?[ ] Werden die Kosten (Preis, MwSt., Versand) korrekt angezeigt?[ ] Ist der Checkout-Prozess auf dem Desktop UND auf dem Smartphone einfach und logisch?[ ] Funktionieren alle konfigurierten Zahlungsmethoden (PayPal, Kreditkarte etc.)?[ ] Wird der Kunde nach dem Kauf auf eine klar verständliche "Danke"-Seite weitergeleitet?[ ] Kommt die Bestellbestätigungs-E-Mail sofort im Posteingang an (nicht im Spam)?[ ] Ist die angehängte Rechnung korrekt und rechtskonform?[ ] Funktioniert ein eventueller Download-Link oder die Anmeldung zum Mitgliederbereich?[ ] Erscheint die Bestellung korrekt im Backend deines Shopsystems?
Häufiger Fehler:
Den Prozess nur selbst „trocken“ durchzuklicken. Lass es eine außenstehende Person machen. Sie wird auf Probleme stoßen, die du selbst nicht siehst.
Aktion 6.3: Wie bereitest Du Deine Launch-Kommunikation vor, um am Tag X cool zu bleiben?
Schreibe alle E-Mails, Social-Media-Posts und persönlichen Nachrichten für die Launch-Woche im Voraus und speichere sie als Entwürfe. Am Launch-Tag willst du interagieren und feiern, nicht kreativ texten.
Was Du vorbereiten solltest:
- Die Launch-E-Mail: Eine E-Mail an deine „Coming Soon“-Liste. Betreff: „Wir sind live!“. Inhalt: Die Ankündigung, der Link zur Website und der versprochene Anreiz.
- Der Launch-Post: Ein Post für deinen Haupt-Social-Media-Kanal. Nutze dein bestes Bild oder ein kurzes Video von dir. Erzähle eine kleine Geschichte zum Launch.
- Nachrichtenvorlagen: Eine persönliche Nachricht, die du an 10-20 wichtige Kontakte aus deinem Netzwerk (Freunde, ehemalige Kollegen, Mentoren) schickst und sie um Feedback oder das Teilen deines Posts bittest.
Schritt 7: Wie öffnest Du die Türen mit einem erfolgreichen Launch?
Der große Tag ist da. Aber weil du alles vorbereitet hast, ist es kein Tag des Stresses, sondern der Freude und des Starts. Mit einer klaren Checkliste wird er zum Erfolg.
Aktion 7.1: Welche finale Go-Live-Checkliste arbeitest Du ab?
Bevor Du die Welt informierst, arbeite eine kurze, finale technische Checkliste ab, um sicherzustellen, dass alles bereit ist.
Deine finale Go-Live-Checkliste:
[ ] Ein letztes, vollständiges Backup der Website erstellen und herunterladen.[ ] Den Cache Deines Caching-Plugins (z.B. WP Rocket) vollständig leeren.[ ] Den Wartungsmodus / die "Coming Soon"-Seite deaktivieren. Deine Website ist jetzt öffentlich![ ] Die Website in einem privaten Browserfenster aufrufen, um zu prüfen, wie ein externer Besucher sie sieht.[ ] Einen letzten, schnellen Klick-Test der Hauptnavigation und der wichtigsten Buttons durchführen.
Aktion 7.2: Wie startest Du Deine Launch-Kommunikation für maximale Wirkung?
Aktiviere Deine vorbereiteten Kommunikationskanäle in einer logischen Reihenfolge. Sei an diesem Tag online, präsent und reaktionsschnell.
Deine Kommunikations-Kaskade:
- Versende die Launch-E-Mail an deine Interessentenliste. Dies ist dein wichtigster Kanal.
- Veröffentliche deinen Launch-Post auf deinem Social-Media-Profil.
- Versende deine persönlichen Nachrichten an dein Netzwerk.
- Sei präsent: Plane an diesem Tag Zeit ein, um auf jeden Kommentar, jede Frage und jede Nachricht schnell und persönlich zu antworten. Dieses anfängliche Engagement wird von den Algorithmen belohnt und schafft eine tolle Dynamik.
Aktion 7.3: Warum musst Du diesen Meilenstein unbedingt feiern?
Weil Du es Dir verdient hast. Eine Unternehmensgründung ist ein Marathon, kein Sprint. Der Launch ist ein riesiger, greifbarer Meilenstein. Innehalten, stolz sein und Energie tanken ist entscheidend, um Burnout vorzubeugen.
Du bist vom Denker zum Macher geworden. Du hast etwas erschaffen, wo vorher nichts war. Das ist ein gewaltiger Erfolg, egal wie viele Verkäufe am ersten Tag stattfinden. Mach eine Flasche Sekt auf, geh gut essen, nimm dir den nächsten Tag frei. Du wirst die Energie für die nächste Phase brauchen.
- Perfekt für den Wiedereinstieg: Viele Leser werden den Guide nicht an einem Stück umsetzen. Eine Master-Checkliste am Ende des „Wie-mache-ich-es“-Teils ist der perfekte Ankerpunkt, um schnell wieder einzusteigen und zu sehen, wo man steht.
- Schafft ein Gefühl der Vollendung: Sie fasst alles, was man gerade im Detail gelesen hat, noch einmal zusammen und schafft ein starkes „Aha, das ist also der gesamte Weg“-Gefühl.
- Extrem hoher Praxiswert: Diese Übersicht ist der Teil, den sich die Leute ausdrucken und neben den Schreibtisch hängen werden. Das macht deinen Beitrag von einem reinen Artikel zu einem echten Arbeitsdokument.
- Ideale strukturelle Brücke: Sie schließt den handwerklich-technischen Teil sauber ab, bevor wir mit den Ratschlägen in die psychologische, mentale Ebene der Gründung eintauchen.
Business Aufbau Umsetzungs-Checkliste: Alle Aktionen auf einen Blick
Hier ist der komplette Fahrplan Deiner Aufbauphase in einer einzigen, übersichtlichen Master-Checkliste. Nutze sie, um Deinen Fortschritt zu verfolgen und sicherzustellen, dass Du keinen entscheidenden Schritt vergisst.
Schritt 1: Das Projekt-Fundament legen
[ ]Projektmanagement-Tool (Trello, Asana, Notion) auswählen und einrichten.[ ]Ein Board/Projekt mit den Spalten „Backlog“, „Geplant“, „In Arbeit“ und „Erledigt“ anlegen.[ ]Alle Aktionen aus diesem Guide als einzelne Aufgaben in den „Backlog“ übertragen.[ ]Ein realistisches Launch-Datum festlegen (inkl. 30-50% Puffer).[ ]Die Aufgabenblöcke rückwärts im Kalender auf die Wochen verteilen.[ ]Das Minimum Viable Product (MVP) schriftlich definieren und alles Unnötige streichen.
Schritt 2: Das visuelle Fundament schaffen
[ ]Logo-Ansatz wählen (DIY-Wortmarke oder Designer beauftragen).[ ]Ein klares Logo-Briefing erstellen (falls beauftragt).[ ]Finale Logo-Dateien sichern (.svg, .png mit transparentem Hintergrund).[ ]Finale Markenfarben (Primär, Sekundär, Akzent, Text) mit Hex-Codes definieren.[ ]Finale Markenschriften (Überschrift, Fließtext) definieren.[ ]Ein Marken-Kit in Canva mit Logo, Farben und Schriften anlegen.[ ]Quadratisches Profilbild-Asset erstellen.[ ]Banner-Bild-Asset für Social Media erstellen.[ ]2-3 einfache Post-Vorlagen in Canva erstellen.
Schritt 3: Die digitale Infrastruktur errichten
[ ]Kurze, einprägsame .de-Domain recherchieren und registrieren.[ ]Schnelles, zuverlässiges SSD-Hosting (in DE) auswählen und kaufen.[ ]Kostenloses SSL-Zertifikat im Hoster-Backend aktivieren.[ ]Professionelle E-Mail-Adresse über Google Workspace oder Microsoft 365 einrichten.[ ]MX-, SPF- und DKIM-Einträge für die Domain setzen.[ ]WordPress über die 1-Klick-Installation des Hosters aufsetzen.[ ]Business-Profil auf dem primären Social-Media-Kanal anlegen und Namen sichern.[ ]Google Business Profile erstellen und vollständig ausfüllen.[ ]Google-Verifizierungspostkarte anfordern und Code eingeben.[ ]Essentielle Plugins installieren: SEO (Rank Math), Caching (WP Rocket), Sicherheit (Wordfence), Backups (UpdraftPlus), Cookie-Banner (Complianz).
Schritt 4: Die Website mit Inhalt füllen
[ ]Leere Seiten für die Grundstruktur anlegen (Homepage, Über Mich, Angebot, Kontakt, Impressum, Datenschutz).[ ]Hauptmenü und Footer-Menü in WordPress anlegen und zuweisen.[ ]Texte für die Startseite (Homepage) schreiben.[ ]Texte für die „Über Mich“-Seite schreiben.[ ]Texte für die Angebots-/Produktseite(n) schreiben.[ ]Die ersten 3-5 Pillar- & Cluster-Blogartikel schreiben und veröffentlichen.[ ]Rechtstexte von einem Generator-Service (z.B. e-recht24) erstellen lassen.[ ]Impressum und Datenschutz 1:1 in die entsprechenden Seiten kopieren.
Schritt 5: Professionelle Kundenbeziehungen aufbauen (CRM)
[ ]CRM-System auswählen (HubSpot, Brevo, FluentCRM).[ ]Das CRM-System mit dem E-Mail-Postfach verbinden.[ ]Die Website-Formulare mit dem CRM verbinden.[ ]Eine simple Sales-Pipeline mit 5-6 Stufen definieren.[ ]Sich selbst und einen Freund als Test-Kontakte anlegen.[ ]Einen Test-Deal erstellen und durch die Pipeline bewegen.[ ]Eine erste Test-Aufgabe mit Fälligkeitsdatum anlegen.
Schritt 6: Den Launch generalstabsmäßig vorbereiten (Pre-Launch)
[ ]Eine „Coming Soon“-Seite mit E-Mail-Eintragungsfeld einrichten und aktivieren.[ ]Anreiz für die Eintragung (z.B. Rabatt) festlegen.[ ]Eine komplette End-to-End-Generalprobe (Testkauf) mit einer externen Person durchführen.[ ]Alle E-Mails und Social-Media-Posts für die Launch-Woche vorschreiben und als Entwürfe speichern.
Schritt 7: Die Türen öffnen (Launch)
[ ]Ein finales, komplettes Backup der Website erstellen.[ ]Den Cache der Website leeren.[ ]Die „Coming Soon“-Seite deaktivieren.[ ]Die vorbereitete Launch-E-Mail an die Interessentenliste senden.[ ]Den vorbereiteten Launch-Post auf Social Media veröffentlichen.[ ]Persönliche Nachrichten an das eigene Netzwerk senden.[ ]Auf Kommentare und Nachrichten aktiv und zeitnah reagieren.[ ]Den riesigen Meilenstein gebührend feiern!
Meine persönlichen Ratschläge aus der Praxis für den Online Business Aufbau
Du hast jetzt den kompletten, technischen und strategischen Fahrplan. Aber die Umsetzung ist nicht nur eine Frage von Checklisten, sondern auch von mentaler Stärke. In dieser Phase kämpfst du nicht nur mit Plugins und Texten, sondern vor allem mit dir selbst. Hier sind meine drei wichtigsten Ratschläge, die den Unterschied zwischen Aufgeben und Durchziehen ausmachen können.
Ratschlag 1: Meistere den „Gut-Genug-Moment“ (Dein Kampf gegen den Perfektionismus)
„Done is better than perfect“ ist das wichtigste Mantra dieser Phase. Dein Ziel ist es nicht, ein perfektes Meisterwerk zu erschaffen, sondern eine funktionierende Version (Dein MVP) so schnell wie möglich an den Markt zu bringen, um das wertvollste Gut überhaupt zu sammeln: echtes Feedback von echten Menschen.
Die Psychologie dahinter:
Perfektionismus ist oft nur eine schick verpackte Form von Angst. Angst vor Kritik, Angst vor dem Scheitern, Angst davor, dass es niemanden interessiert. Solange du noch „daran arbeitest“, bist du in deiner sicheren Komfortzone. Ein Launch macht dich verletzlich. Aber genau in dieser Verletzlichkeit liegt das gesamte Wachstumspotenzial. Deine erste Website ist nicht die Mona Lisa, die fertig in den Louvre kommt. Sie ist die erste Skizze in deinem Skizzenbuch, die du der Welt zeigst, um zu sehen, welche Teile davon den Leuten gefallen.
Wie Du das praktisch umsetzt:
Frage dich bei jeder zusätzlichen Aufgabe, bei jeder weiteren Optimierungsschleife: „Bringt mich diese Aktion meinem ersten zahlenden Kunden entscheidend näher oder befriedigt sie nur meinen eigenen Wunsch nach Perfektion?“.
- Die fünfte Design-Anpassung am Button? Perfektionismus.
- Sicherstellen, dass der Bezahlvorgang reibungslos funktioniert? Notwendigkeit.
- Noch einen zehnten Blogartikel schreiben, bevor du live gehst? Perfektionismus.
- Sicherstellen, dass deine Angebotsseite alle wichtigen Fragen beantwortet? Notwendigkeit.
Lerne, „gut genug“ als strategische Entscheidung zu sehen, nicht als Eingeständnis von Mittelmäßigkeit.
Ratschlag 2: Entwickle ein „Problemlöser-Mindset“ (Der Umgang mit dem Unvermeidlichen)
Es wird etwas kaputtgehen. Ein Plugin wird nicht funktionieren. Eine Einstellung wird sich als falsch herausstellen. Das ist keine Frage des „Ob“, sondern nur des „Wann“. Betrachte diese Momente nicht als Scheitern, sondern als Teil deiner Ausbildung zum Unternehmer. Dein Job ist es nicht, Probleme zu vermeiden, sondern brillant darin zu werden, sie zu lösen.
Die Psychologie dahinter:
Viele Gründer geraten in Panik, wenn ein technisches Problem auftaucht. Sie sehen es als Bestätigung ihrer eigenen Unfähigkeit („Ich bin einfach nicht technisch genug!“). Ein Profi sieht es als das, was es ist: ein Rätsel, das gelöst werden muss. Jedes gelöste Problem erhöht deine Fähigkeiten und dein Selbstvertrauen. Es ist ein notwendiger Teil des Prozesses.
Deine 3-stufige Problemlösungs-Kaskade:
Wenn du auf ein Problem stößt, gerate nicht in Panik, sondern arbeite diesen Prozess ab:
- Die 15-Minuten-Google-Regel: Nimm die exakte Fehlermeldung oder eine präzise Beschreibung deines Problems und suche 15 Minuten lang konzentriert bei Google und YouTube. 90% aller Probleme hatte schon jemand vor dir. Setze dir einen Timer. Wenn du nach 15 Minuten keine klare Lösung findest, gehe zu Schritt 2.
- Frage die Quelle: Du bezahlst für dein Hosting. Du hast vielleicht für ein Theme oder Plugin bezahlt. Nutze den Support! Schreibe eine höfliche, aber präzise Support-Anfrage. Beschreibe, was du tun wolltest, was passiert ist und was du bereits versucht hast.
- Investiere in Geschwindigkeit: Wenn du nach einer Stunde immer noch feststeckst und es kein Problem für den Support ist, investiere in externe Hilfe. Auf Plattformen wie Fiverr oder Upwork findest du WordPress-Experten, die dir für 20-50 € dein spezifisches Problem in kürzester Zeit lösen. Deine eigene Gründer-Zeit ist wertvoller als dieser Betrag. Tage- oder wochenlanges Feststecken ist der teuerste Fehler, den du machen kannst.
Ratschlag 3: Schütze Dein Momentum um jeden Preis (Die Macht der kleinen, täglichen Schritte)
Momentum ist die wichtigste Währung in der Gründungsphase. Es ist das Gefühl des Fortschritts, das dich durch die harten, unsicheren und einsamen Tage trägt. Ein kleines bisschen Bewegung jeden Tag ist unendlich wirkungsvoller als ein riesiger Kraftakt einmal pro Woche.
Die Psychologie dahinter:
Denk an Newtons erstes Gesetz: Ein Objekt in Ruhe verharrt in Ruhe. Ein Objekt in Bewegung bleibt in Bewegung. Jeden Morgen bei null anzufangen und den Motor neu zu starten, kostet Unmengen an mentaler Energie. Wenn du aber vom Vortag noch einen leichten Schwung mitnimmst, ist der Start in den Tag um ein Vielfaches einfacher.
Wie Du das praktisch umsetzt:
Die „Keine-Null-Tage-Regel“. Erlaube dir keinen einzigen Tag, an dem du absolut nichts für dein Business getan hast. Und wenn es nur 15 Minuten sind.
- Du bist unmotiviert und müde? Öffne dein Projektmanagement-Tool und erstelle nur drei neue Aufgabenkarten für die nächste Woche.
- Du hast keine kreative Energie? Formatiere einen bestehenden Blogartikel oder suche auf Unsplash nach passenden Bildern.
- Du hast nur 10 Minuten Zeit? Lies dir einen Abschnitt dieses Guides noch einmal durch.
Diese winzigen Aktionen verhindern, dass der Motor komplett zum Erliegen kommt. Sie halten das Momentum aufrecht. Das Gefühl, „Ich habe heute schon etwas für mein Business getan“, ist ein unbezahlbarer psychologischer Treibstoff, der dich bis zum Launch und weit darüber hinaus tragen wird.
Fazit & Übergang zu Phase 4: Wachstum & Skalierung
Du hast es geschafft. Das Fundament steht. Die Türen sind offen. Du hast nicht mehr nur eine Idee, sondern ein live geschaltetes, funktionierendes Unternehmen mit einem kaufbaren Angebot.
Aber die eigentliche Arbeit beginnt jetzt erst. Ein Business zu starten ist eine Sache. Ein Business erfolgreich zu machen, eine andere. Jetzt beginnt die Phase des Lernens, des Marketings, des Vertriebs und der Optimierung.
In Phase 4 – Wachstum & Skalierung – konzentrieren wir uns voll darauf, wie du aus den ersten Besuchern einen stetigen Strom an Kunden machst, wie du deine Prozesse optimierst und wie du dein Business nachhaltig profitabel gestaltest. Du hast das Fahrzeug gebaut, jetzt lernen wir, wie man es fährt.
FAQ – Spezifische Fragen zum Business Aufbau
Dein Autor
