Glossar

Hier findest du alle wichtigen Begriffe rund um Business & Finanzen – kompakt, verständlich und praxisnah erklärt.

Eine Aktie ist ein Wertpapier, das Dich zum Miteigentümer eines Unternehmens macht. Sie ist quasi ein handelbarer Baustein einer Firma, der es Dir ermöglicht, direkt an deren Erfolg durch Kursgewinne und Gewinnausschüttungen (Dividenden) zu partizipieren. Für Anleger ist sie der direkteste Weg, in die Wirtschaft zu investieren.

Ein Backlink, auch Inbound-Link genannt, ist ein Hyperlink, der von einer externen Webseite auf eine andere Webseite verweist. Suchmaschinen wie Google interpretieren Backlinks als Vertrauenssignal oder Empfehlung, was die Autorität und das Ranking der verlinkten Seite positiv beeinflussen kann. Der Prozess des Aufbaus dieser Links wird als Linkbuilding bezeichnet und ist ein zentraler Bestandteil der Off-Page-Suchmaschinenoptimierung (SEO).

Branding ist der strategische Prozess, bei dem du gezielt das Bauchgefühl und die Wahrnehmung formst, die Menschen von deinem Unternehmen haben. Es ist quasi die Kunst, deinem Unternehmen eine einzigartige Persönlichkeit und Bedeutung zu geben, um Vertrauen, Wiedererkennung und Loyalität bei deiner Zielgruppe aufzubauen.

Der Break-Even-Point (BEP) ist der Punkt, an dem dein Unternehmen weder Gewinn noch Verlust macht – die Gesamtkosten sind exakt durch die Gesamterlöse gedeckt. Ab diesem Punkt fängst du an, profitabel zu arbeiten. Er ist eine essenzielle Kennzahl für die Finanz- und strategische Planung.

Das Business Model Canvas ist ein geniales Werkzeug, mit dem du dein gesamtes Geschäftsmodell auf einer einzigen Seite sichtbar machst. Es hilft dir, deine Idee in 9 überschaubare Bausteine zu zerlegen, die Zusammenhänge zu verstehen und dein Vorhaben gezielt zu verbessern.

Ein Businessplan (oder Geschäftsplan) ist der schriftliche Fahrplan für deine Unternehmensgründung – quasi das Drehbuch, das deine Idee von der ersten Szene bis zum erfolgreichen Finale durchplant. Er ist strategisch, zahlenbasiert und das wichtigste Argument, um Banken oder Investoren von deinem Vorhaben zu überzeugen und unerlässlich, um deine Vision zu schärfen.

Der Customer Acquisition Cost (CAC), zu Deutsch Kundenaquisekosten, beziffert den exakten Preis, den du für die Gewinnung eines einzelnen, zahlenden Neukunden zahlst. Er ist quasi das Preisschild deiner Marketingaktivitäten und der wichtigste Kompass, um dein Wachstum profitabel zu steuern.

Der Customer Lifetime Value (CLV) zeigt dir den prognostizierten Gesamtgewinn, den du mit einem Kunden über dessen gesamte Lebensdauer erzielst. Er ist quasi das finanzielle Potenzial jeder Kundenbeziehung und dein Kompass für nachhaltige Profitabilität statt kurzfristiger Verkäufe.

Customer Relationship Management (CRM) ist eine Unternehmensstrategie und die zugehörige Software, die alle Kundeninteraktionen an einem zentralen Ort bündelt – quasi das digitale Gedächtnis deines Unternehmens. Es ist das entscheidende Werkzeug, um Informationssilos aufzubrechen, die Zusammenarbeit im Team zu verbessern und Kundenbeziehungen systematisch und profitabel zu gestalten.

Die Customer Journey (deutsch: Kundenreise) beschreibt die gesamte „Reise“ eines potenziellen Kunden mit einem Unternehmen. Sie umfasst alle direkten und indirekten Kontaktpunkte (Touchpoints), von der ersten Wahrnehmung einer Marke über die Kaufentscheidung bis hin zur langfristigen Kundenbindung.

Digitale Transformation ist kein IT-Projekt, sondern ein tiefgreifender, strategischer Wandel des gesamten Unternehmens. Sie nutzt digitale Technologien, um Geschäftsmodelle, Prozesse, Kundenerlebnisse und die Kultur radikal zu erneuern und zukunftsfähig zu machen.

Das Drei-Kreise-Modell ist ein Analyse-Werkzeug, das die typischen Rollenkonflikte in Familien- oder Gründerteams sichtbar macht. Es ist quasi die Landkarte der Beziehungen in deinem Unternehmen, die dir hilft, die oft vermischten Bereiche Familie, Unternehmen und Eigentum zu verstehen, um so verdeckte Spannungen aufzulösen und klare Strukturen zu schaffen.

EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) ist das operative Ergebnis eines Unternehmens vor Zinsen und Steuern. Es zeigt die reine Ertragskraft des eigentlichen Geschäftsmodells, unabhängig von Finanzierungsstruktur und steuerlichen Rahmenbedingungen.

EBITDA steht für „Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization“. Es ist eine Kennzahl, die den operativen Gewinn eines Unternehmens vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zeigt, um die reine Ertragskraft international vergleichbar zu machen.

Ein Einzelunternehmen ist die einfachste Rechtsform in Deutschland, bei der eine einzelne Person ein Unternehmen führt und dabei unbeschränkt mit ihrem gesamten Privatvermögen für alle geschäftlichen Verbindlichkeiten haftet. Es ist ideal für Solo-Selbstständige und Freiberufler, die eine unkomplizierte Gründung suchen.

Ein Employer of Record (EoR) ist ein Drittunternehmen, das für dich die rechtliche Anstellung von Mitarbeitern im Ausland übernimmt. Er kümmert sich um Gehaltsabrechnung, Steuern, Sozialleistungen und Compliance, während du die tägliche Arbeit des Mitarbeiters steuerst. Ideal für die schnelle, legale internationale Expansion.

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds, der passiv einen Index abbildet – quasi ein ganzer Korb voller Wertpapiere, den du wie eine einzelne Aktie handeln kannst. Er ist kostengünstig, transparent und ermöglicht dir, mit nur einer Investition breit diversifiziert am Markt teilzuhaben. Ideal für den langfristigen Vermögensaufbau!

Der Free Cashflow (FCF) ist der Barmittelüberschuss, den ein Unternehmen nach Abzug aller Betriebskosten und notwendigen Investitionen (CapEx) erwirtschaftet. Er ist die ehrlichste Kennzahl für die finanzielle Gesundheit und die Basis für Dividenden oder Aktienrückkäufe.

Freiberuflichkeit bezeichnet in Deutschland eine selbstständige Tätigkeit, die auf einer besonderen fachlichen Qualifikation und persönlicher, eigenverantwortlicher Leistung basiert. Du meldest deine freie Berufsausübung direkt beim Finanzamt an und bist von der Gewerbesteuer befreit, im Gegensatz zu gewerblichen Tätigkeiten.

Die GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) ist der einfachste Weg für mindestens zwei Personen, ein gemeinsames Geschäftsziel zu verfolgen. Sie ist schnell und kostengünstig gegründet, birgt aber das Risiko der unbeschränkten, persönlichen Haftung aller Gesellschafter. Seit 2024 kann sie als "eGbR" firmieren.

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist in Deutschland die Rechtsform erster Wahl für private Kapitalgesellschaften. Das Besondere an ihr ist, dass die Haftung auf das Vermögen der Gesellschaft begrenzt ist – dein privates Geld bleibt also meistens sicher.

Die GoBD ist quasi dein verbindlicher Leitfaden vom Finanzamt für die digitale Buchhaltung. Sie schreibt vor, wie du deine steuerrelevanten Daten in elektronischer Form korrekt erfassen, bearbeiten und archivieren musst. Sie ist der wichtigste Kompass, um deine digitalen Aufzeichnungen jederzeit manipulationssicher und nachvollziehbar zu gestalten.

Ikigai ist ein japanisches Konzept für ein langes, erfülltes Leben. Es beschreibt den Schnittpunkt deiner Leidenschaft, deiner Stärken, dessen, was die Welt braucht und wofür du bezahlt werden kannst. Finde deinen persönlichen Lebenssinn und deine tägliche Motivation.

Inbound Marketing ist eine Marketingstrategie, bei der du Kunden durch wertvolle Inhalte gewinnst, anstatt sie mit Werbung zu jagen. Es ist quasi ein Magnet für deine Wunschkunden statt eines Megafons. So baust du nachhaltig Vertrauen auf und wirst zur gefragten Lösung für deren Probleme.

Die Rule of 40 ist eine Faustformel für Software-as-a-Service (SaaS) Unternehmen. Sie besagt, dass die Summe aus Umsatzwachstum (in %) und Profitabilität (z. B. EBITDA-Marge in %) mindestens 40 ergeben sollte, um als gesundes, investierbares Unternehmen zu gelten.

Das KCV (Kurs-Cashflow-Verhältnis) ist eine fundamentale Kennzahl, die den Aktienkurs ins Verhältnis zum operativen Cashflow setzt. Es zeigt an, wie „teuer“ ein Unternehmen gemessen an den tatsächlichen Geldzuflüssen ist und gilt als weniger anfällig für buchhalterische Tricks als das KGV.

Das Kurs-Free-Cashflow-Verhältnis (KFCV) ist eine Kennzahl der Aktienbewertung. Es setzt den aktuellen Börsenwert ins Verhältnis zum freien Cashflow. Es zeigt an, wie teuer eine Aktie im Vergleich zu den tatsächlich verfügbaren Barmitteln ist.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist die wichtigste Kennzahl zur Bewertung von Aktien. Es setzt den aktuellen Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn pro Aktie und zeigt an, wie viele Jahre das Unternehmen theoretisch bräuchte, um den Kaufpreis durch Gewinne wieder einzuspielen.

Die Kleinunternehmerregelung ist eine Vereinfachungsoption im deutschen Umsatzsteuergesetz für Unternehmer mit geringen Umsätzen. Sie ist quasi ein Tauschgeschäft mit dem Finanzamt: Du verzichtest auf den Vorsteuerabzug und wirst im Gegenzug von der Pflicht befreit, Umsatzsteuer zu erheben und abzuführen.

Ein Key Performance Indicator (KPI) ist eine Schlüssel-Leistungskennzahl, die den Fortschritt bei der Erreichung wichtiger Geschäftsziele misst. KPIs helfen dir, datenbasierte Entscheidungen zu treffen, die Leistung deines Unternehmens zu bewerten und gezielt zu optimieren.